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Moin! Den Angelschein machen, ohne wochenlang Abendkurse zu besuchen – klingt gut, oder? In vielen Bundesländern ist der Vorbereitungskurs mittlerweile online möglich. Ich erklär dir, wo und wie das funktioniert – und was dich wirklich erwartet.
Online-Kurs vs. Präsenzkurs
Vorteile Online-Kurs:
- Lernen wann und wo du willst
- Eigenes Tempo – kein Gruppenzwang
- Oft günstiger als Präsenzkurs
- Wiederholung schwieriger Themen jederzeit möglich
Nachteile:
Daiwa Ninja X Spinnrute 2.40m
Robuste Allround-Spinnrute für Einsteiger – ideal für Barsch, Zander und Forelle.
* Affiliate-Link – wir erhalten eine kleine Provision
- Kein direkter Austausch mit Lehrern
- Keine praktische Übung am Wasser
- Braucht Selbstdisziplin
Was kostet der Online-Weg insgesamt?
Viele rechnen nur den Kurs ein – dabei kommen noch weitere Gebühren dazu. Hier die realistischen Gesamtkosten auf einen Blick:
- Online-Vorbereitungskurs: 50–90 €
- Prüfungsgebühr bei der Behörde: 20–50 €
- Ausstellung des Fischereischeins: 10–30 € (je nach Gemeinde)
- Jahres-Angelkarte für ein Gewässer: 30–120 €
Unterm Strich landen die meisten bei 150–250 € für den kompletten Einstieg. Das klingt erstmal viel – aber ein guter Präsenzkurs kostet allein schon 120–180 €, da liegt der Online-Weg meistens günstiger.
Für wen eignet sich der Online-Kurs besonders?
Ehrlich gesagt: für die meisten. Besonders wenn du berufstätig bist, Kinder hast oder einfach keinen festen Kursabend einplanen kannst. Wer strukturiert lernt und sich die Prüfungsfragen konsequent einprägt, besteht die Prüfung problemlos. Erfahrungsgemäß brauchen die meisten zwischen 3 und 6 Wochen – bei 30 bis 40 Stunden Lernaufwand insgesamt.
In welchen Bundesländern geht's online?
| Bundesland | Online möglich? | Kosten ca. |
|---|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | ✔ Ja | 100–150 € |
| Niedersachsen | ✔ Ja | 100–130 € |
| Bayern | ✔ Ja (seit 2024) | 120–170 € |
| Baden-Württemberg | ✔ Ja | 100–150 € |
| Schleswig-Holstein | ✔ Ja | 100–130 € |
| Hessen | ✔ Ja | 100–140 € |
| Brandenburg | ✖ Nein (Friedfisch ohne Schein) | – |
Brandenburg – der Sonderfall
Brandenburg ist tatsächlich einzigartig in Deutschland: Wer ausschließlich Friedfische wie Karpfen, Schleie oder Rotaugen angeln möchte, braucht dort keinen Angelschein. Ein einfacher Fischereischein für Friedfische reicht aus – und der ist kostenlos erhältlich. Sobald du aber auf Raubfische wie Hecht, Zander oder Barsch aus bist, brauchst du den vollständigen Jugendfischereischein oder Fischereischein.
Bayern – spät, aber digital
Bayern hat den Online-Weg erst 2024 offiziell eingeführt. Vorher waren ausschließlich Präsenzkurse über die örtlichen Fischereivereine erlaubt. Jetzt sind mehrere zugelassene Online-Anbieter aktiv – du erkennst sie daran, dass sie explizit auf die bayerische Fischerprüfungsordnung hinweisen und das Kursmaterial auf die bayerischen Prüfungsfragen abgestimmt haben. Achte beim Buchen darauf, dass dein Anbieter für Bayern zugelassen ist, sonst wird dein Kursabschluss von der Behörde nicht anerkannt.
So läuft der Online-Kurs ab
- Anmelden: Bundesland auswählen, Kurs buchen und bezahlen
- Lernen: Videos, Texte und Übungsfragen durcharbeiten (30–40 Stunden)
- Probeprüfungen: Simulierte Prüfungen wiederholen, bis du sicher bestehst
- Prüfungstermin: Bei der Behörde vor Ort anmelden
- Prüfung: Multiple-Choice am Computer (je nach Bundesland 60 Fragen, 45 richtig zum Bestehen)
- Fischereischein: Nach Bestehen bei der Gemeinde abholen
Was kommt in der Prüfung dran?
Die Prüfungsfragen decken fünf Hauptbereiche ab, die in jedem Bundesland ähnlich gewichtet sind:
- Fischkunde: Arten erkennen, Anatomie, Biologie – etwa 25 % der Fragen
- Gewässerkunde und Ökologie: Wasserqualität, Nahrungsketten, Schongebiete – ca. 20 %
- Fischereirecht: Schonzeiten, Mindestmaße, Gesetze – ca. 25 %
- Gerätekunde: Ruten, Rollen, Haken, Köder – ca. 15 %
- Tierschutz und Waidgerechtigkeit: Betäubung, Töten, Catch & Release – ca. 15 %
Besonders die Fischkunde und das Fischereirecht unterschätzen viele am Anfang. Beim Erkennen der Fischarten – Güster von Brachse unterscheiden, Döbel von Aland – lohnt es sich, mit Bildkarten zu üben. Fast alle guten Plattformen bieten das als Modul an.
Wie viele Stunden Lernen sind realistisch?
Das hängt stark davon ab, wie viel Vorwissen du mitbringst. Wenn du schon als Kind am Wasser warst und ein Gefühl für Fische und Natur hast, bist du schneller. Wer ganz neu einsteigt, sollte realistisch mit 35–50 Stunden rechnen. Aufgeteilt auf 6 Wochen sind das etwa 6–8 Stunden pro Woche – an zwei Abenden plus einem Samstagvormittag gut machbar.
Nach der Prüfung: Was kommt dann?
Direkt nach dem Bestehen beantragst du den Fischereischein bei deiner Gemeinde oder dem zuständigen Amt. Dafür brauchst du in der Regel deinen Personalausweis, das Prüfungszeugnis und ein Passfoto. Der Schein wird dann ausgestellt – manche Gemeinden machen das sofort, andere brauchen ein paar Tage.
Mit dem Fischereischein in der Tasche brauchst du noch eine Angelerlaubnis für das konkrete Gewässer, an dem du angeln willst. Die gibt's beim Fischereiverein, der das Gewässer bewirtschaftet, oder über Portale wie Angeln24. Jahres-, Wochen- und Tageskarten sind üblich – je nach Gewässer und Region unterschiedlich im Preis.
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Veröffentlicht durch die AngelEinsteiger-Redaktion. Veröffentlicht am 3. August 2026.
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