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Moin! Friedfischangeln ist für mich der Grundstein des Angelns. Bevor ich meinen ersten Hecht gefangen hab, habe ich hunderte Rotaugen, Brassen und Schleien am Haken gehabt – und ehrlich gesagt mache ich das heute noch regelmäßig. Es ist entspannend, macht Spaß und du lernst dabei alles, was du später auch beim Raubfischangeln brauchst.
Warum Friedfischangeln so genial ist
- Friedfische gibt es in jedem Gewässer – du fischst nie ins Leere
- Die Ausrüstung kostet wenig
- Du lernst das Lesen von Gewässern
- Perfekt für Kids und Einsteiger
- Entspannung pur – kein Stress mit aufwendiger Köderführung
Was du dabei wirklich lernst
Das klingt vielleicht banal, aber Friedfischangeln ist die beste Angelschule überhaupt. Du lernst, wie ein Biss aussieht – das leichte Zucken der Pose, das langsame Einsinken, das kurze Zittern der Rutenspitze. Du lernst, wann du anschlagen musst und wann du noch einen Moment warten solltest. Und du lernst, wie sich ein Fisch anfühlt, der sich gegen das Herausziehen wehrt.
All das klingt nach Kleinigkeiten, aber wenn du später mal einen 5-Kilo-Karpfen oder einen kräftigen Hecht drillst, wirst du froh sein, dass du diese Grundlagen hundertfach geübt hast. Keine Theorie ersetzt die Praxis am Wasser.
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Die besten Jahreszeiten für Friedfische
Friedfische lassen sich das ganze Jahr angeln, aber es gibt klare Hochphasen. Wer weiß, wann welche Art aktiv ist, spart sich viele frustrierende Nachmittage.
- Frühling (März–Mai): Nach dem Winter sind die Fische ausgehungert. Sobald das Wasser auf 8–10 °C steigt, werden Rotaugen und Brassen aktiver. Ideal für den Saisonstart.
- Sommer (Juni–August): Die aktivste Zeit. Vor allem in den Abendstunden und früh morgens stehen die Fische flach. Oberflächenfischen funktioniert jetzt besonders gut.
- Herbst (September–Oktober): Die Fische fressen sich Fettreserven an. Brassen und Schleien beißen oft bis in den späten Nachmittag – manchmal sogar besser als im Hochsommer.
- Winter: Langsam, aber nicht unmöglich. Etwas tiefer angeln, kleinere Köder verwenden und vor allem: geduldig sein.
Die 5 besten Methoden
1. Stippen – Der Klassiker
Eine lange, unberingte Rute (4–8 m), daran eine Schnur mit Pose, Bleischrote und kleinem Haken. Simpel, direkt, effektiv. Ideal am Ufer von Seen und langsam fließenden Gewässern.
Beste Köder: Made, Pinkies, kleiner Wurm, Brotflocke
2. Posenangeln mit Matchrute
Die Matchrute hat Ringe und eine Rolle – damit kommst du weiter raus als beim Stippen. Perfekt für größere Gewässer oder wenn die Fische weiter draußen stehen. Mit einer 3,6–4,5 m langen Matchrute und einer leichten Pose kannst du Entfernungen von 20–30 Metern problemlos überbrücken.
3. Futterkorb-Angeln (Feedern)
Der Futterkorb bringt Futter und Köder an denselben Punkt. Das lockt Friedfische an und hält sie dort. Funktioniert am See und Fluss gleichermaßen.
4. Grundangeln mit Laufblei
Die entspannteste Methode: Laufblei auf die Schnur, Wirbel, Vorfach mit Haken, Mais oder Wurm drauf, rauswerfen, Rute ablegen, warten. Ideal für Schleien und größere Brassen – und genau das Richtige, wenn du einfach mal den Kopf frei bekommen willst.
5. Oberflächenfischen mit Brot
Im Sommer stehen Rotaugen und Döbel oft an der Oberfläche. Ein Stück Brotrinde ohne Blei auf der Wasseroberfläche treiben lassen – wenn ein Fisch zuschnappt, siehst du es live. Spannung pur!
Welche Methode für welches Gewässer?
Ein kurzer Überblick, damit du am Wasser schnell die richtige Wahl triffst:
- Kleiner Weiher oder Teich: Stippen – unkompliziert, direkt, du siehst alles
- Großer See mit Flachwasser: Posenangeln mit Matchrute – mehr Reichweite, gleiche Kontrolle
- Fluss mit Strömung: Feeder-Angeln oder Grundangeln – der Futterkorb hält die Position auch bei Strömung
- Pflanzenreiche Uferzone im Sommer: Stippen oder Oberflächenfischen – Schleien und Rotaugen lieben Deckung
Die wichtigsten Friedfische in Deutschland
| Fisch | Wo? | Bester Köder |
|---|---|---|
| Rotauge | Überall | Made, Pinkies |
| Brasse | Seen, langsame Flüsse | Mais, Wurm, Made |
| Schleie | Pflanzenreiche Uferzonen | Mais, Tauwurm |
| Döbel | Flüsse | Brot, Käse, Käfer |
Rotauge – der Einstiegsklassiker
Das Rotauge ist wahrscheinlich der häufigste Fisch in deutschen Gewässern – und kein Grund, ihn zu unterschätzen. Ein 500-Gramm-Rotauge am Haken macht ordentlich Druck, und schöne Exemplare über 30 cm sind für jeden Angler eine echte Freude. Rotaugen stehen oft in Schwärmen und sind bewegungsfreudig – wenn du einen findest, findest du viele.
Worauf du achten solltest: Rotaugen beißen oft sehr zart an. Eine fein eingestellte Pose – nur die Spitze ragt aus dem Wasser – und ein kleiner Haken (Größe 14–18) machen den Unterschied zwischen einem Biss und einer leeren Schnur.
Brasse – der Geduldsfisch
Brassen sind die großen Friedfische schlechthin. Exemplare zwischen 1 und 3 kg sind in vielen Seen keine Seltenheit – und wer eine große Brasse zum ersten Mal drillst, wird überrascht sein, wie stark sie zieht. Ihr flacher Körper wirkt wie ein Segel gegen die Strömung. Sie stehen tief, fressen gern am Grund und lassen sich durch geduldiges Anfüttern gut an einen Platz locken.
Schleie – der scheue Schatz
Die Schleie ist für viele Angler ein besonderer Fang. Nicht wegen ihrer Größe – obwohl 1–2 kg möglich sind –, sondern wegen ihrer Schönheit und ihrer Seltenheit. Schleien lieben stehende oder langsam fließende Gewässer mit üppiger Unterwasservegetation. Sie sind vorsichtig, zögerlich beim Anbeißen und genau deshalb eine echte Herausforderung.
Wer Schleien gezielt angeln möchte, sollte früh morgens oder in der Abenddämmerung am Wasser sein – das ist ihre aktivste Zeit. Mais und Tauwurm funktionieren am besten. Die Geduld wird fast immer belohnt.
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Veröffentlicht durch die AngelEinsteiger-Redaktion. Veröffentlicht am 15. Juli 2026.
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