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Friedfischangeln – die 5 besten Methoden für Rotauge, Brasse & Co.

AngelEinsteiger·15. Juli 2026
Friedfischangeln – die 5 besten Methoden für Rotauge, Brasse & Co.

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TechnikenFischartenAusruestung

Moin! Friedfischangeln ist für mich der Grundstein des Angelns. Bevor ich meinen ersten Hecht gefangen hab, habe ich hunderte Rotaugen, Brassen und Schleien am Haken gehabt – und ehrlich gesagt mache ich das heute noch regelmäßig. Es ist entspannend, macht Spaß und du lernst dabei alles, was du später auch beim Raubfischangeln brauchst.

Warum Friedfischangeln so genial ist

  • Friedfische gibt es in jedem Gewässer – du fischst nie ins Leere
  • Die Ausrüstung kostet wenig
  • Du lernst das Lesen von Gewässern
  • Perfekt für Kids und Einsteiger
  • Entspannung pur – kein Stress mit aufwendiger Köderführung
Perfekt für den Anfang: Friedfischangeln ist der beste Lehrer. Du lernst Bisse zu erkennen, richtig anzuschlagen und Fische sicher zu drillen – alles Skills, die du für jede Angelart brauchst.

Was du dabei wirklich lernst

Das klingt vielleicht banal, aber Friedfischangeln ist die beste Angelschule überhaupt. Du lernst, wie ein Biss aussieht – das leichte Zucken der Pose, das langsame Einsinken, das kurze Zittern der Rutenspitze. Du lernst, wann du anschlagen musst und wann du noch einen Moment warten solltest. Und du lernst, wie sich ein Fisch anfühlt, der sich gegen das Herausziehen wehrt.

All das klingt nach Kleinigkeiten, aber wenn du später mal einen 5-Kilo-Karpfen oder einen kräftigen Hecht drillst, wirst du froh sein, dass du diese Grundlagen hundertfach geübt hast. Keine Theorie ersetzt die Praxis am Wasser.

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Die besten Jahreszeiten für Friedfische

Friedfische lassen sich das ganze Jahr angeln, aber es gibt klare Hochphasen. Wer weiß, wann welche Art aktiv ist, spart sich viele frustrierende Nachmittage.

  • Frühling (März–Mai): Nach dem Winter sind die Fische ausgehungert. Sobald das Wasser auf 8–10 °C steigt, werden Rotaugen und Brassen aktiver. Ideal für den Saisonstart.
  • Sommer (Juni–August): Die aktivste Zeit. Vor allem in den Abendstunden und früh morgens stehen die Fische flach. Oberflächenfischen funktioniert jetzt besonders gut.
  • Herbst (September–Oktober): Die Fische fressen sich Fettreserven an. Brassen und Schleien beißen oft bis in den späten Nachmittag – manchmal sogar besser als im Hochsommer.
  • Winter: Langsam, aber nicht unmöglich. Etwas tiefer angeln, kleinere Köder verwenden und vor allem: geduldig sein.
💡 Gut zu wissen: Die aktivsten Beißzeiten für Friedfische sind in den meisten Gewässern die ersten zwei Stunden nach Sonnenaufgang und etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang. Plane deine Session nach diesen Fenstern – das macht einen riesigen Unterschied, vor allem im Sommer.

Die 5 besten Methoden

1. Stippen – Der Klassiker

Eine lange, unberingte Rute (4–8 m), daran eine Schnur mit Pose, Bleischrote und kleinem Haken. Simpel, direkt, effektiv. Ideal am Ufer von Seen und langsam fließenden Gewässern.

Beste Köder: Made, Pinkies, kleiner Wurm, Brotflocke

2. Posenangeln mit Matchrute

Die Matchrute hat Ringe und eine Rolle – damit kommst du weiter raus als beim Stippen. Perfekt für größere Gewässer oder wenn die Fische weiter draußen stehen. Mit einer 3,6–4,5 m langen Matchrute und einer leichten Pose kannst du Entfernungen von 20–30 Metern problemlos überbrücken.

3. Futterkorb-Angeln (Feedern)

Der Futterkorb bringt Futter und Köder an denselben Punkt. Das lockt Friedfische an und hält sie dort. Funktioniert am See und Fluss gleichermaßen.

Mein Tipp: Starte mit einem offenen Futterkorb (20–40 g) und einer Mischung aus Paniermehl, Maden und zerdrücktem Dosenmais. Das zieht Brassen magisch an.

4. Grundangeln mit Laufblei

Die entspannteste Methode: Laufblei auf die Schnur, Wirbel, Vorfach mit Haken, Mais oder Wurm drauf, rauswerfen, Rute ablegen, warten. Ideal für Schleien und größere Brassen – und genau das Richtige, wenn du einfach mal den Kopf frei bekommen willst.

5. Oberflächenfischen mit Brot

Im Sommer stehen Rotaugen und Döbel oft an der Oberfläche. Ein Stück Brotrinde ohne Blei auf der Wasseroberfläche treiben lassen – wenn ein Fisch zuschnappt, siehst du es live. Spannung pur!

Wichtig: Nicht überfüttern! Gerade als Anfänger neigt man dazu, zu viel Futter ins Wasser zu werfen. Lieber regelmäßig kleine Mengen nachfüttern als einmal eine große Ladung.

Welche Methode für welches Gewässer?

Ein kurzer Überblick, damit du am Wasser schnell die richtige Wahl triffst:

  • Kleiner Weiher oder Teich: Stippen – unkompliziert, direkt, du siehst alles
  • Großer See mit Flachwasser: Posenangeln mit Matchrute – mehr Reichweite, gleiche Kontrolle
  • Fluss mit Strömung: Feeder-Angeln oder Grundangeln – der Futterkorb hält die Position auch bei Strömung
  • Pflanzenreiche Uferzone im Sommer: Stippen oder Oberflächenfischen – Schleien und Rotaugen lieben Deckung
✅ Tipp: Hör nicht auf zu füttern, sobald die Bisse nachlassen – das ist genau der falsche Moment für eine Pause. Halte den Schwarm mit kleinen Mengen in der Spur. Wer aufhört zu füttern, verliert den Schwarm oft innerhalb von 10–15 Minuten.

Die wichtigsten Friedfische in Deutschland

Fisch Wo? Bester Köder
Rotauge Überall Made, Pinkies
Brasse Seen, langsame Flüsse Mais, Wurm, Made
Schleie Pflanzenreiche Uferzonen Mais, Tauwurm
Döbel Flüsse Brot, Käse, Käfer

Rotauge – der Einstiegsklassiker

Das Rotauge ist wahrscheinlich der häufigste Fisch in deutschen Gewässern – und kein Grund, ihn zu unterschätzen. Ein 500-Gramm-Rotauge am Haken macht ordentlich Druck, und schöne Exemplare über 30 cm sind für jeden Angler eine echte Freude. Rotaugen stehen oft in Schwärmen und sind bewegungsfreudig – wenn du einen findest, findest du viele.

Worauf du achten solltest: Rotaugen beißen oft sehr zart an. Eine fein eingestellte Pose – nur die Spitze ragt aus dem Wasser – und ein kleiner Haken (Größe 14–18) machen den Unterschied zwischen einem Biss und einer leeren Schnur.

Brasse – der Geduldsfisch

Brassen sind die großen Friedfische schlechthin. Exemplare zwischen 1 und 3 kg sind in vielen Seen keine Seltenheit – und wer eine große Brasse zum ersten Mal drillst, wird überrascht sein, wie stark sie zieht. Ihr flacher Körper wirkt wie ein Segel gegen die Strömung. Sie stehen tief, fressen gern am Grund und lassen sich durch geduldiges Anfüttern gut an einen Platz locken.

💡 Gut zu wissen: Brassen kippen beim Fressvorgang oft um 45 Grad, um vom Grund zu picken. Deshalb wandert die Schnur bei einem Biss leicht zur Seite oder nach vorne, bevor die Pose richtig einsinkt. Schlag an, wenn du diese seitliche Bewegung siehst – du liegst fast immer richtig.

Schleie – der scheue Schatz

Die Schleie ist für viele Angler ein besonderer Fang. Nicht wegen ihrer Größe – obwohl 1–2 kg möglich sind –, sondern wegen ihrer Schönheit und ihrer Seltenheit. Schleien lieben stehende oder langsam fließende Gewässer mit üppiger Unterwasservegetation. Sie sind vorsichtig, zögerlich beim Anbeißen und genau deshalb eine echte Herausforderung.

Wer Schleien gezielt angeln möchte, sollte früh morgens oder in der Abenddämmerung am Wasser sein – das ist ihre aktivste Zeit. Mais und Tauwurm funktionieren am besten. Die Geduld wird fast immer belohnt.

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Veröffentlicht durch die AngelEinsteiger-Redaktion. Veröffentlicht am 15. Juli 2026.

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