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Moin! Bevor du mit Hightech-Ködern loslegst, solltest du die Grundlagen drauf haben. Und die heißen: Wurm, Made und Mais. Mit diesen drei Naturködern kannst du in jedem Gewässer Fische fangen. Aber: Es kommt darauf an, WIE du sie anbietest!
Der Tauwurm – König der Naturköder
Der Tauwurm fängt quasi alles – von Rotauge bis Aal, von Barsch bis Karpfen. Er ist der vielseitigste Naturköder überhaupt. Kein Kunstköder der Welt kann das ganz ersetzen, was ein frisch gesetzter Tauwurm am Haken macht: Er windet sich, er riecht, er bewegt sich natürlich im Wasser. Das lockt Fische auch dann noch, wenn alles andere versagt.
So bietest du ihn richtig an:
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- Ganzer Wurm: Einmal in der Mitte durchstechen, beide Enden baumeln lassen. Ideal für Aal und größere Fische.
- Aufgezogen: Wurm komplett auf den Hakenschenkel ziehen. Weniger Fehlbisse, aber weniger Bewegung.
- Stücke: 2–3 cm Stücke am Haken. Perfekt für kleine Friedfische und als Beifänger.
Aufbewahrung: So bleiben Tauwürmer wochenlang fit
Frisch gesammelte oder gekaufte Tauwürmer halten sich erstaunlich lang, wenn du sie richtig lagerst. Am besten in einer flachen Plastikbox mit feuchter Erde – nicht zu nass, nicht zu trocken. Eine Handvoll Kaffeesatz druntergemischt macht die Würmer aktiver und kräftigt sie sogar. Im Kühlschrank bei 6–8 Grad halten sie problemlos 2–3 Wochen.
Wichtig: Wechsle die Erde etwa einmal pro Woche und entferne tote Würmer sofort, damit sich nichts zersetzt. Ein toter Wurm am Haken fängt keinen Fisch.
Wann der Tauwurm am besten funktioniert
Der Tauwurm spielt seine Stärken besonders in der Dämmerung und nachts aus – dann, wenn Aale und Barsche aktiv jagen. Nach starken Regenfällen werden Würmer von den Feldern ins Wasser gespült, und die Fische sind dann regelrecht konditioniert darauf. Genau in solchen Momenten kann ein einzelner Tauwurm am einfachen Grundblei mehr bringen als jede aufwändige Montage.
Im Frühjahr, wenn das Wasser noch kalt ist und Fische träge fressen, ist der Wurm oft der einzige Köder, der noch zuverlässig beißt. Gib ihm dann mehr Zeit – statt 15 Minuten ruhig 30–45 Minuten am selben Platz warten.
Die Made – Der Allrounder
Maden sind die Standard-Köder für Friedfische. Klein, günstig und extrem fängig. In jedem Angelladen für 2–3 Euro pro Dose erhältlich.
Richtig aufziehen:
- Made am dicken Ende (dem stumpfen Ende) vorsichtig anstechen
- Nur die Haut durchstechen – nicht zu tief, sonst läuft sie aus
- 1–3 Maden pro Haken, je nach Hakengröße
Maden-Varianten: Pinkie, Caster und rote Made
Die normale weiße Made kennst du. Aber es gibt verschiedene Sorten für verschiedene Situationen:
- Pinkie: Kleinere, rosafarbene Made. Ideal für Kleinfische wie Ukelei oder Rotauge an feinen Haken (Größe 18–22). Bei schwierigem Biss oft wirkungsvoller als die normale Made.
- Caster: Das ist die Puppe der Made – braun, hart, rund. Brassen und Rotaugen lieben Caster besonders. Sie sinken langsamer und lösen einen anderen Fressreflex aus als lebende Maden.
- Rote Made: Mit Farbstoff eingefärbte weiße Maden. Besonders auffällig im trüben Wasser, wo sich Fische mehr auf Optik als auf Geruch verlassen.
Maden als Lockfutter: Das Schwarm-Prinzip nutzen
Maden sind nicht nur als Köder am Haken effektiv – sie sind auch perfektes Lockfutter. Wenn du eine Handvoll Maden ins Wasser wirfst, sinken sie langsam und verteilen sich. Fische in der Nähe reagieren darauf fast sofort.
Die klassische Methode: Misch 30–50 Maden unter dein Grundfutter. Damit bringst du Fische in die Futterzone und hältst sie dort. Ein guter Rhythmus ist alle 10–15 Minuten ein kleiner Nachschuss von 5–10 Maden. Nicht zu viel auf einmal – sonst werden die Fische satt, bevor sie deinen Haken finden.
Mais – Der Karpfen-Magnet
Dosenmais ist billig, überall verfügbar und fängt vor allem Karpfen, Schleien und Brassen zuverlässig. Ein Köder, den du immer dabeihaben solltest.
Richtig anbieten:
- Am Haken: 1–3 Körner direkt auf den Haken spießen
- Am Haar: Fürs Karpfenangeln – 2–4 Körner auf ein Haar-Rig fädeln (mit Ködernadel)
- Als Futter: Zusätzlich eine Handvoll Mais als Lockfutter einwerfen
Mais aromatisieren: Kleine Änderung, großer Unterschied
Normaler Dosenmais fängt schon gut. Aber mit einem kleinen Extra-Schritt wird er zum echten Turbo-Köder. Gieß den Mais ab, spüle ihn kurz ab und gib ihn dann für 24 Stunden in eine geschlossene Dose mit etwas Vanille-Extrakt, Honig oder Erdbeer-Aroma. Karpfen reagieren besonders stark auf süße Düfte – das ist vielfach erprobt und funktioniert zuverlässig.
Eine andere Möglichkeit: Mais mit dem Wasser aus der Dose in einem Topf kurz aufkochen, dann abkühlen lassen. Das intensiviert den natürlichen Maisgeruch und gibt ihm eine weichere Konsistenz, was ihn für Schleien noch attraktiver macht.
Haar-Rig mit Mais: Schritt für Schritt erklärt
Das Haar-Rig klingt kompliziert, ist es aber nicht. Du befestigst dabei den Köder nicht direkt am Haken, sondern an einem kurzen Schnurstück – dem sogenannten "Haar" – das vom Hakenöhr wegführt. Das Ergebnis: Der Fisch saugt den Köder natürlicher ein, und beim Anhieb sitzt der Haken sicher im Maul.
- Länge des Haares: 1–2 cm hinter dem Hakenbogen
- 2–3 Maiskörner mit Ködernadel aufgefädelt
- Stopper am Ende des Haares, damit der Mais nicht abrutscht
- Haken bleibt frei – der Anhieb sitzt zuverlässig
Für Einsteiger: Fertige Haar-Rig-Haken gibt es im Angelladen schon vorgefertigt für unter 2 Euro das Stück. Kauf einfach ein paar davon und probiere es aus – du wirst den Unterschied beim nächsten Karpfenangeln sofort merken.
Übersicht: Welcher Köder für welchen Fisch?
| Fisch | Wurm | Made | Mais |
|---|---|---|---|
| Karpfen | ★★★ | ★★ | ★★★★★ |
| Rotauge | ★★★ | ★★★★★ | ★★ |
| Aal | ★★★★★ | ★ | – |
| Barsch | ★★★★ | ★★★ | – |
| Schleie | ★★★★ | ★★★ | ★★★★ |
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Veröffentlicht durch die AngelEinsteiger-Redaktion. Veröffentlicht am 31. Juli 2026.
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