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Angeln ist mehr als nur ein Hobby, es ist Entschleunigung, Naturerlebnis und Herausforderung in einem. Und genau hier setzt dieses Thema an: Landung mit dem Kescher: So holst du den Fisch sicher aus dem Wasser ohne ihn zu verletzen.
Keschertypen und Einsatzbereiche
Unterfangkescher (Standard): Dreieckiger oder runder Bügel (50–70 cm Durchmesser), 1,50–2,50 m Teleskopstiel. Der Allrounder für Uferangeln. Empfehlung: Fox Rage Warrior Rubber Mesh Net (60 cm, 150 cm Stiel, 25 €). Karpfenkescher: Großer Bügel (90–110 cm), tiefes Netz (80–100 cm Netztiefe), stabiler Karbonstiel 1,80 m. Für Fische über 5 kg. Empfehlung: NGT Specimen Net (42 Zoll, 100 cm, 35 €). Watkescher: Kurzer Griff (40–60 cm), runder Bügel (35–45 cm), am Gürtel oder Rucksack befestigt. Für Watt- und Bachangler. Empfehlung: Greys GS Net (40 cm, 20 €).
Netzmaterial: Gummiertes Netz (Rubber Mesh) schont die Fischschleimhaut und verheddert sich weniger mit Haken, Standard bei Catch & Release. Knotenloses Nylon schont ebenfalls, trocknet schneller. Geknotetes Nylon ist günstig, aber raut die Schleimhaut auf und sollte vermieden werden.
Technik: Fisch sicher landen
Regel 1: Kescher immer bereit haben, bevor du den Fisch heranziehst, nicht erst suchen, wenn der Fisch an der Rute zappelt. Regel 2: Den Kescher ins Wasser tauchen und ruhig halten, den Fisch über den Kescher führen, nicht hektisch nach dem Fisch stechen (das verschreckt ihn und er flüchtet). Regel 3: Kopf voran in den Kescher führen, der Fisch schwimmt vorwärts, nicht rückwärts. Den Kescher anheben, sobald der Fisch drin ist.
Nach dem Keschern: Fisch versorgen
Den Fisch im Kescher lassen und im Wasser belassen, während du den Haken löst. Eine Abhakmatte (20–30 €, gepolstert) schützt den Fisch vor Verletzungen, wenn du ihn an Land legst, besonders bei Karpfen und großen Hechten wichtig. Feuchte Hände! Trockene Hände zerstören die Schleimhaut und machen den Fisch anfällig für Pilzinfektionen. Lösezange (Arterienklemme, 5 €) am Gürtel tragen, damit löst du den Haken schnell und schonend, auch tiefsitzende Haken.
Catch & Release: Fisch im Wasser halten, Haken mit der Zange lösen, Fisch in Schwimmrichtung halten, bis er von allein davonschwimmt. Nicht werfen! Bei erschöpften Fischen (langer Drill): Fisch vorsichtig in Schwimmrichtung hin- und herbewegen, bis die Kiemenbewegung wieder regelmäßig ist (30 Sekunden bis 2 Minuten). Dann erst loslassen. Ein Fisch, der auf dem Rücken davontreibt, ist noch nicht erholt, fang ihn nochmal ein und halte ihn länger.
Kescherpflege: Nach jedem Angeltag den Kescher mit klarem Wasser abspülen, Fischschleim und Algenreste zersetzen das Netz sonst innerhalb einer Saison. Gumminetz mit Seifenwasser reinigen, Nylonnetz an der Luft trocknen (nicht in der geschlossenen Tasche, sonst schimmelt es). Den Teleskopstiel prüfen: Wenn er klemmt, mit Silikonspray behandeln. Keschernetz auf Löcher prüfen, ein Loch im Netz bedeutet: Der nächste große Fisch entwischt durch das Loch statt sicher gelandet zu werden.
Magnetischer Kescherhalter (15–20 €): Befestigt den Kescher am Rücken oder an der Wathose per Magnet. Schnelles Lösen mit einer Hand, wenn der Fisch kommt, kein Fummel mit Karabinern oder Klettverschlüssen. Für Spinnfischer und Watsangler die beste Lösung. Der Magnet hält Kescher bis 500 g sicher, für schwere Karpfenkescher brauchst du eine Erdspieß-Auflage am Ufer.
Keschergröße wählen: Für Friedfisch bis 2 kg reicht ein 50-cm-Bügel. Für Karpfen 3-10 kg brauchst du 90-100 cm. Für Hecht und Wels: 100-120 cm Bügel, extra tiefes Netz. Lieber einen zu großen Kescher als einen zu kleinen, ein Fisch, der nicht in den Kescher passt, geht verloren. Der Keschergriff sollte lang genug sein, um den Fisch zu erreichen, ohne ans Wasser zu rutschen, an steilen Ufern brauchst du mindestens 2 m Grifflänge. Prüfe die Stielverriegelung von Teleskopkeschern regelmäßig, ein Stiel, der beim Landen zusammenrutscht, kostet dich den Fisch des Tages.
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