Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir möglicherweise eine kleine Provision — ohne Mehrkosten für dich. Das hilft uns, weiterhin kostenlose Inhalte zu erstellen.
Moin! Das Rotauge (auch Plötze genannt) ist wohl der häufigste Fisch in unseren Gewässern, und trotzdem unterschätzen viele Angler es. Dabei macht Rotauge-Angeln richtig Spaß, besonders wenn du weißt wie. Rotaugen kommen in fast jedem See, Kanal und Fluss vor, lassen sich das ganze Jahr über fangen und sind der perfekte Übungsfisch für alle, die ihre Technik verfeinern wollen. Hier sind meine 7 besten Tipps für deutlich mehr Bisse.
1. Die richtige Montage wählen
Rotaugen beißen vorsichtig, oft merkst du den Biss nur an einem leichten Zittern der Pose. Deine Montage muss daher fein abgestimmt sein:
- Pose: 0,5–2 g Tragkraft, je nach Strömung und Wassertiefe. An Stillgewässern reichen oft 0,5–1 g.
- Haken: Größe 14–18, je nach Ködergröße. Ein zu großer Haken wird vom Rotauge sofort ausgespuckt.
- Vorfach: 0,10–0,14 mm Durchmesser. Fluorocarbon ist unter Wasser nahezu unsichtbar und deshalb eine gute Wahl.
- Hauptschnur: 0,16–0,18 mm monofile Schnur bietet genug Reserve für überraschende Brassen oder Schleien.
PLUSINNO 253-teiliges Angelzubehör-Set
Komplettes Zubehör-Sortiment mit Haken, Wirbeln und Gewichten, alles in einer Box.
Anzeige · Affiliate-Link zu Amazon.
Montage-Feinheiten, die den Unterschied machen
Achte darauf, dass deine Bleischrote gleichmäßig auf dem Vorfach verteilt sind, das sorgt für ein natürliches Absinkverhalten des Köders. Viele Bisse kommen genau in der Absinkphase. Ein einzelnes kleines Bleischrot direkt am Haken (ca. 10 cm Abstand) kann die Bissanzeige deutlich verbessern, weil die Pose sofort reagiert, wenn das Rotauge den Köder anhebt.
2. Maden sind King
Der beste Köder für Rotaugen sind und bleiben Maden. Steck 1–2 Maden auf einen kleinen Haken, und du fängst. Pinkies (kleine Maden) funktionieren im Winter noch besser, weil die Rotaugen dann zurückhaltender fressen.
Alternative Köder für wählerische Rotaugen
Wenn Maden allein nicht mehr ziehen, probiere folgende Alternativen:
- Caster (verpuppte Maden): Selektieren größere Rotaugen und werden von Kleinfisch weniger beachtet.
- Brotflocke: Besonders im Sommer an der Oberfläche ein Geheimtipp. Ein weiches Stück Toastbrot auf den Haken, fertig.
- Hanfkörner: Gekochte Hanfkörner sind ein absoluter Rotaugen-Magnet. Anfüttern mit Hanf und einen einzelnen Caster am Haken, eine tödliche Kombination.
- Gefärbte Maden: Rote oder gelbe Maden fallen den Rotaugen besonders auf. Gerade in trübem Wasser kann das den Unterschied machen.
3. Richtig anfüttern
Rotaugen sind Schwarmfische. Wenn du sie anfütterst, kommen sie in Massen. Aber übertreib es nicht, kleine Mengen in regelmäßigen Abständen (alle 5–10 Minuten eine walnussgroße Kugel) sind besser als eine große Ladung auf einmal. Zu viel Futter sättigt die Fische, und dann beißen sie nicht mehr auf deinen Hakenköder.
Das optimale Futter
Ein gutes Rotaugen-Futter ist fein gemahlen, dunkel (an klaren Gewässern) und leicht bindend. Mische 500 g fertiges Rotaugenfutter mit einer Handvoll Maden oder Pinkies. Am Fluss darfst du etwas schwerer füttern, damit das Futter am Grund bleibt. Am See reicht eine leichte, wolkenbildende Mischung, die die Rotaugen in der Wassersäule hält.
4. Wassertiefe anpassen
Rotaugen stehen je nach Jahreszeit in unterschiedlichen Tiefen. Im Sommer oft im Mittelwasser oder an der Oberfläche, im Winter eher am Grund. Experimentiere mit der Tiefe deiner Pose! Beginne grundnah und arbeite dich nach oben, bis du die Bisse findest. An warmen Sommertagen stehen Rotaugen gerne 30–50 cm unter der Oberfläche, besonders in den Abendstunden.
5. Den Anschlag üben
Rotaugen haben ein kleines Maul und beißen oft zaghaft. Die Pose zittert nur leicht, zieht minimal unter oder legt sich. Der Anschlag muss schnell aber sanft sein, kein Hauruck!
6. Die richtige Uhrzeit
Die besten Beißzeiten sind frühmorgens und in der Dämmerung. Mittags bei Hitze wird es oft ruhig, die Rotaugen ziehen sich in tieferes, kühleres Wasser zurück. Im Winter dagegen beißen Rotaugen am besten zwischen 10 und 14 Uhr, wenn sich das Wasser leicht erwärmt hat.
Saisonale Unterschiede beachten
Im Frühjahr (März bis Mai) sind Rotaugen besonders aktiv und ziehen in Schwärmen durch flache Uferbereiche. Im Herbst fressen sie sich Reserven für den Winter an und beißen oft aggressiver als im Sommer. Der Winter ist die anspruchsvollste Zeit: Feine Montagen, kleine Köder und viel Geduld sind gefragt, aber auch kapitale Einzelfänge sind möglich.
7. Standort ist alles
Rotaugen lieben Schilfkanten, Seerosenfelder und ruhige Buchten. Am Fluss stehen sie gerne in der Strömungskante, dort, wo schnelles und langsames Wasser aufeinandertreffen. Suche nach Strukturen: Einmündungen von Gräben, überhängende Büsche, versunkene Äste oder Stege bieten Schutz und locken Nahrung an.
Platzwahl am Kanal und See
Am Kanal sind Spundwände und Schleusen-Vorhäfen echte Hotspots. Am See lohnt es sich, windgeschützte Ecken aufzusuchen, in denen sich warmes Oberflächenwasser sammelt. Wenn du mehrere Plätze zur Auswahl hast, wähle den mit der abwechslungsreichsten Bodenstruktur, dort finden Rotaugen am meisten Nahrung.
Das solltest du wissen
Rotaugen sind der perfekte Einstieg ins Angeln. Sie kommen häufig vor, beißen regelmäßig und du lernst dabei alles Wichtige: feine Montagen, präzises Anfüttern und sensibles Anschlagen. Wer Rotaugen gut fangen kann, fängt auch alles andere. Und mal ehrlich, ein kapitales Rotauge über 30 cm ist ein richtig schöner Fang, auf den du stolz sein kannst!
Tight Lines!
Mehr entdecken
Alle Artikel auf AngelEinsteiger →
Veröffentlicht durch die AngelEinsteiger-Redaktion. Veröffentlicht am 16. September 2026. Aktualisiert am 4. Oktober 2026.
Verantwortlich i.S.d. § 18 MStV: siehe Impressum.
Fehler entdeckt oder ergänzende Erfahrung? korrektur@angeleinsteiger.de
Das könnte dich auch interessieren
Karpfen im Winter fangen – geht das überhaupt?
Karpfen im Winter? Ja, das geht! Aber du musst deine Strategie komplett umstellen. So fängst du auch bei Kälte noch Karpfen.
Döbel angeln am Fluss – Tipps für den schlauen Dickschädel
Der Döbel ist schlau, stark und unterschätzt. So überlistest du den Dickschädel am Fluss – mit den richtigen Ködern und Methoden.
Brasse angeln – der unterschätzte Riese unter den Friedfischen
Die Brasse wird von vielen Anglern belächelt – zu Unrecht! So fängst du gezielt kapitale Brassen und hast dabei richtig Spaß.
Angel-Tipps für Einsteiger
Neue Guides, Ausrüstungstipps und Gewässer-Empfehlungen – direkt ins Postfach.
🎁 Gratis dazu: Angel-Erstausstattungs-Checkliste (PDF)